XING-Profil während der Schwangerschaft - Kündigung gerechtfertigt?
Verfasser: pr-gateway on Thursday, 1 February 2018Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, zum Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 13.07.2017 - 10 Sa 491/17.
Zahlreiche Arbeitnehmer verfügen über ein Profil bei der Plattform Xing, über das man vor allem berufliche Kontakte knüpfen und pflegen kann. Die Nutzung solcher sozialen Medien spielt auch im Arbeitsrecht immer wieder eine Rolle, speziell wenn es auf dieser Grundlage zu einer Kündigung kommt. Teilweise sind die Urteile aus der Rechtsprechung hier erschreckend lebensfremd.
Xing-Profil einer Schwangeren: In einem aktuellen Fall vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg ging es um eine schwangere Arbeitnehmerin, der von ihrer Frauenärztin ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen worden war. An und für sich nicht ungewöhnlich, dennoch kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ordentlich und weigerte sich, für die Zeit des Beschäftigungsverbots eine Vergütung zu zahlen, da die Arbeitnehmerin ein Xing-Profil unterhalten habe.