Tabuthema: Paruresis oder die Unfähigkeit bei Anwesenheit anderer Menschen zu urinieren
Verfasser: pr-gateway on Monday, 30 April 2018Ca. 1 Million Menschen sind in der BRD betroffen
Gelsenkirchen im April 2018. Paruresis bezeichnet die Unfähigkeit, bei Anwesenheit anderer Menschen zu urinieren und hat keine somatischen, also körperliche Ursachen. Oft entsteht sie während der Pubertät und gehört zu den (sozialen) Angststörungen. Betroffenen Menschen ist es peinlich in Anwesenheit oder in Hörweite anderer Menschen zu urinieren, weshalb der Gang zur Toilette im Alltag zur Qual wird. Wie bei der generalisierten Angststörung werden Betroffene zu Weltmeistern im Vermeiden. Soziale Aktivitäten werden aus Angst, die Toilette aufsuchen zu müssen, vermieden. Die Frage, wann ein unbeobachtetes, also ungestörtes Urinieren möglich ist, wird zum bestimmenden Gedanken. Die Lebensqualität wird mehr und mehr eingeschränkt.
Das familiäre Umfeld leidet
Wenn Aktivitäten vermieden werden, leiden auch die Familie und die Partnerschaft. Kinder werden nicht mehr ins Kino begleitet. Mit dem Partner wird selbst das Restaurant gemieden. Die Gefahr zu "müssen" und die Toilette nebenan ist besetzt, kann zu einem unüberwindlichen Problem werden. Paruresis kann sogar berufliche Konsequenzen haben.
Betroffene werden ausgelacht