Viele Schüler werden zu funktionalen Analphabeten
Verfasser: pr-gateway on Monday, 18 March 2019"Basiskompetenzen im Digitalzeitalter stärker fördern"
Stuttgart/Freiburg, 18. Januar - Miserable Berufsaussichten haben Schüler, die nicht oder nur mangelhaft lesen und rechnen können. Das betrifft immer mehr Schulabgänger. Viele verlassen die Schule ohne Abschluss oder als funktionale Analphabeten. Das zeigen der Bildungsbericht der Bundesregierung und die Erfahrungen in den Caritas-Einrichtungen der Jugendberufshilfe. Dieser Trend zeichnet sich vor allem bei ausländischen Jugendlichen ab. Kompetenzen fehlen im Lesen, aber auch im Schreiben und Rechnen. Ihr Risiko, einmal von staatlichen Leistungen abhängig zu werden, ist hoch. Da die Digitalisierungsoffensive an Schulen verstärkt den Umgang mit Medien in den Mittelpunkt rückt, fordert die Caritas Baden-Württemberg, gleichzeitig wieder deutlich mehr Wert auf die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu legen. "Wir müssen dem funktionalen Analphabetismus massiv entgegensteuern. Denn wer nicht in der Lage ist, Texte zu ver-stehen, wird komplett abgehängt. Dieser Effekt verstärkt sich mit der Digitalisierung", warnen die Caritasvorstände Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Mathea Schneider (Freiburg) anlässlich des katholischen Josefstages.