Kongressabschluss in Weimar: Digitale Systeme für Menschen mit Demenz Entwicklung muss Betroffene einbeziehen
Verfasser: pr-gateway on Monday, 22 October 2018
(Mynewsdesk) Weimar, 20. Oktober 2018. Unter anderem mit einer Diskussion zum Thema „Digitalisierung und Technik“ ist heute der 10. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Weimar zu Ende gegangen.
Technische und mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Geräte, zum Beispiel Ortungsgeräte und Spracherkennungssysteme wie „Alexa“, halten zunehmend Einzug in unseren Alltag. Dies gilt auch für Menschen mit Demenz. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft begleitet diese Entwicklung aufmerksam, da der Einsatz dieser Technik bei Menschen mit Demenz ethische Fragen aufwirft: Darf man Menschen mit Demenz ohne ihr Wissen überwachen? Darf man ihre Daten weitergeben? Besteht nicht die Gefahr, dass Roboter in der Pflege menschliche Zuwendung ersetzen?
Diese Fragen diskutierten die Experten auf dem Podium, zu denen auch Bernd Heise gehörte, der seit zweieinhalb Jahren mit der Diagnose Demenz lebt. Im Ergebnis war man sich einig: Wichtig ist, dass Menschen mit Demenz an der Entwicklung von Technik beteiligt werden. Nur dann werden Geräte entstehen, die Betroffenen tatsächlich nutzen.