Schon vor Corona: Trend geht zu klassischen Rollenverteilung nach Geburt eines Kindes
Verfasser: pr-gateway on Wednesday, 22 July 2020Katholische Schwangerschaftsberatung: Frauen erleben aufgrund ihrer Schwangerschaft immer öfter Druck bei der Arbeit
Stuttgart, 22. Juli 2020 - 7.038 werdende Mütter haben im vergangenen Jahr in Württemberg eine Schwangerschaftsberatung der Caritas oder beim Sozialdienst Katholischer Frauen aufgesucht. In den knapp 18.200 Beratungsgesprächen klang an: Schwangere Frauen mit einem Beschäftigungsverbot sind am Arbeitsplatz immer wieder massivem Druck ausgesetzt. Arbeitgeber wissen teilweise nicht, dass sie den Arbeitsausfall der schwangeren Mitarbeiterin durch eine Umlage bei der Krankenkasse erstattet bekommen. Manche Frauen werden darüber krank oder sehen in der Kündigung den einzigen Ausweg. Dies hat zur Folge, dass sie später weniger Elterngeld erhalten oder kein Arbeitslosengeld I bekommen. Haben die Frauen einen befristeten Arbeitsvertrag, entfristen Arbeitgeber diese häufig nicht mehr, sobald sie von der Schwangerschaft wissen. Gerade für die Schwangeren, die nach einer Trennung vom Kindsvater alleinerziehend sein werden, stehen vor dem großen Problem, wie sie sich und ihr Kind während der Elternzeit finanzieren können. Das Elterngeld, welches in diesen Fällen bis zu 14 Monate gewährt wird, reicht in der Regel nicht aus.