Der Manager als Dämon
Verfasser: pr-gateway on Wednesday, 20 April 2016Der "VW-Boni-Skandal" zeigt: Personalisierungen verkaufen sich medial oft besser als vielschichtige Erklärungsmuster
von Ansgar Lange. Der sogenannte "Boni-Skandal" bei VW zeigt wieder einmal: Personalisierungen verkaufen sich medial oft besser als vielschichtige Erklärungsmuster. Doch die derzeitigen Probleme bei Deutschlands größtem Autobauer sind nicht nur auf einzelne Manager wie Martin Winterkorn oder einen "gierigen Vorstand" zurückzuführen, meint der Personalexperte Michael Zondler.
Die Diskussion über die Boni-Zahlungen an den VW-Vorstand erhitzt die Gemüter. Schnell geraten Manager und andere Führungskräfte unter Raffke-Verdacht. Der Unternehmensberater und Management-Theoretiker Reinhard K. Sprenger hat in der Tageszeitung Die Welt sogar davon geschrieben, dass VW die "Beute der Manager" sei. In seinem Kommentar kommt Sprenger zu dem Schluss, die "Kartellbrüder von VW" agierten "mit einer Melange aus Staatsgarantie, IG-Metall-Anbiederung und kriminalisierenden Zieldiktaten".