hkk-Studie: Polypharmazie und Übermedikation sind Seniorenprobleme
Verfasser: pr-gateway on Monday, 8 May 2017
(Mynewsdesk) Zwischen 12.000 und 58.000 Patienten werden Hochrechnungen zufolge jährlich in Deutschland durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) dauerhaft geschädigt oder sterben. Zudem sollen in Deutschland etwa 1,5 Prozent aller Klinikeinweisungen im Zusammenhang mit UAW stehen, von denen insbesondere Menschen betroffen sind, die polypharmazeutisch behandelt werden.
Fast drei Viertel (73,3 Prozent) aller Menschen, die an mehreren Krankheiten leiden, bekommen fünf und mehr Medikamente verordnet, die sie parallel einnehmen sollen. Das ist das Ergebnis der aktuellen hkk-Studie zum Thema Polypharmazie (Multimedikation). Besonders betroffen sind demnach Patienten ab 65 Jahre. Deshalb hatte bereits der hkk-Gesundheitsreport 2011 das Thema zum Schwerpunkt. Mit Polypharmazie und Übermedikation stehen schwerwiegende Gesundheitsrisiken in Verbindung. Die Tatsache, dass die Zahl der Anzeigen unerwünschter Medikamentenwirkungen bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft deutlich zunimmt zeigt, dass sich das Problem zunehmend verschärft. So stieg die Zahl der Meldungen im Zeitraum von 2004 bis 2016 von 2.200 auf 4.000.