Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes:
Verfasser: pr-gateway on Thursday, 22 February 2018
Verabschiedung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung und Sicherung der Finanzierung drängen
In den kommenden Jahrzehnten wird qualifizierte Pflege an Bedeutung gewinnen: Bis zum Jahr 2050 steigt die Zahl der Pflegebedürftigen auf 4,5 Millionen an (1). Das ist eine Zunahme von 88 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Ein großer Teil dieser Patienten wird hochbetagt sein. Bereits im Zeitraum von 2000 bis 2014 ist der Anteil der über 85-jährigen Patienten in deutschen Krankenhäusern um 60 Prozent gestiegen (2). Daraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen, zum Beispiel durch Multimorbidität und demenzielle Erkrankungen. "Der Pflegeberuf muss sich kontinuierlich an neue Herausforderungen anpassen, um den Veränderungen durch den demografischen Wandel gerecht zu werden. Der Grundstein dazu ist im Pflegeberufereformgesetz gelegt. Nun gilt es, diesen rechtlichen Rahmen mit Leben zu füllen, damit die Modernisierung des Berufsbildes und die erweiterten Handlungsmöglichkeiten durch die Bildungsabschlüsse in der Praxis ankommen. Dieser Aufgabe müssen sich die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, die Krankenhäuser und Pflegeschulen annehmen", so Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes e. V. (DEKV).