Ein neues Buch zeigt, warum Purpose müde machen kann - und was dann wirklich hilft.
Warum sind so viele Menschen erschöpft - obwohl sie "alles richtig" machen? Sie meditieren, reflektieren, arbeiten agil, sprechen über Purpose und Selbstverwirklichung. Und trotzdem bleibt da dieses leise Gefühl: ein ständiges inneres Reiben. Kein dramatischer Zusammenbruch, eher ein dauerhafter Strom aus Erwartungen, der nie ganz abebbt.
Mit "Weniger ist auch gut genug - Die schöne neue Arbeitswelt zwischen Selbstoptimierung und Burnout" (KLHE Verlag; Autor: Andrzej Frydryszek, Illustrationen: Letizia Carbone und Kenya Flores) erscheint ein Taschenbuch, das genau dieses Paradox aufnimmt - ohne schnelle Lösungen zu verkaufen. Stattdessen bietet es etwas, das in der modernen Arbeitswelt selten geworden ist: einen Resonanzraum.
Frydryszek schreibt über das, was zwischen den Zeilen vieler New-Work-Postings mitschwingt: die Pflicht zum Glück, der subtile Druck zur Authentizität, die Angst, im Mittelmaß zu verschwinden. Und er stellt eine unbequeme Frage: Was, wenn nicht der Termindruck uns erschöpft - sondern die Erwartung, dabei auch noch sinnerfüllt, positiv und "ganz bei sich" zu sein?