Gefangen in der Freiheit
Verfasser: pr-gateway on Monday, 18 January 2016Ein Leben in der religiösen Zwangsjacke oder wie schwer es ist, ein totalitäres System zu verlassen
Durch die Flüchtlingswelle ist das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturkreise mit ebenso verschiedenen "Glaubensgebäuden" keine gesellschaftliche Randnotiz mehr: Plötzlich erscheint die Fähigkeit, sich Offenheit, Toleranz und Zuwendung zuzumuten und das eigene System damit radikal ins Wanken zu bringen wie der Schlüssel zu einer gelingenden Zukunft. "Das Feindbild wird deutlich schwächer und kann mit positiv Erlebtem nicht mehr gut aufrecht erhalten werden, wenn jemand, gerade beim ,ideologischen Feind" keine Ausgrenzung und Ablehnung erfährt, weil dabei verstanden wird, dass Feinbilder von denen erschaffen werden, die ihre Macht zementieren wollen", so Lorena. Unbekanntes, das zunächst angstbesetzt ist, wird vertraut - und damit verwandelt sich die zuvor zementierte Identifikation mit der eigenen Gruppe in etwas Durchlässigeres. Ein Prozess, den die Autorin am eigenen Leib durchlebte, als sie sich entschloss, Fäden zu durchschneiden, die sie lange Jahre gelenkt hatten.