Leistungsgesellschaft und Erkrankung
Verfasser: pr-gateway on Thursday, 15 December 2016Beratung des Integrationsfachdienstes (IFD) in Wurzen.
Unser Arbeitsleben ist geprägt von Leistungsorientierung und Leistungsbereitschaft. Eine Verschlechterung der eigenen Leistungsfähigkeit wirkt sich häufig negativ auf Arbeits- und Familienleben aus. Dabei ist es unerheblich, ob Erkrankungen oder Spätfolgen von Unfällen die Ursachen sind. Die täglichen Leistungsforderungen einerseits und die mit den Symptomen und Auswirkungen der Erkrankung verbundenen Einschränkungen andererseits klaffen immer weiter auseinander. Der Betroffene möchte gern seine vertrautes Leistungspensum und Leistungsvermögen bewahren - kann es aber nicht.
"Es ist ein großer Schritt, sich selbst einzugestehen, dass sich im Arbeitsablauf, in der Organisation oder an der technischen Ausstattung etwas ändern muss", meint Cornelia Delling, Fachberaterin des IFD in Wurzen. Die Bereitschaft, in Gesprächen mit dem Vorgesetzten, der Personalvertretung und den Kollegen offensiv damit umzugehen, müsse sich entwickeln und fordere Mut. Auch umgekehrt sei dieser Schritt schwer: "Wie spreche ich meinen langjährigen Mitarbeiter und Kollegen an, wenn ich Veränderungen beobachte, ohne ihn zu verletzen?"