Zölle verändern die Lieferkettenstrategie: Warum deutsche Unternehmen ihre Beschaffung jetzt überdenken müssen
Verfasser: pr-gateway on Thursday, 11 September 2025
Zölle und Handelskonflikte sind längst keine abstrakten politischen Themen mehr, sondern verändern die Grundlagen globaler Lieferketten grundlegend. Für Deutschland hat diese Entwicklung besondere Relevanz: Mit einem hohen Exportanteil bei Waren und Dienstleistungen sowie einem Viertel aller Arbeitsplätze, die unmittelbar vom internationalen Handel abhängen, ist die deutsche Wirtschaft stärker in globale Wertschöpfungsketten eingebunden als nahezu jede andere Volkswirtschaft.
Derzeit zeichnet sich ein deutlicher Wandel ab: Beschaffungsstrategien, die in der Vergangenheit primär auf niedrigste Kosten ausgerichtet waren, werden nun unter den Gesichtspunkten Resilienz, Agilität und Risikominimierung neu definiert. Insbesondere Schlüsselindustrien wie Automobilbau, Maschinenbau, Chemie und Elektronik stehen unter erheblichem Anpassungsdruck. Ein anschauliches Beispiel sind Automobilzulieferer, die trotz teils höherer Arbeitskosten zunehmend auf Produktionsstandorte in Osteuropa setzen - mit dem Ziel, Lieferzeiten zu verkürzen und zollbedingte Risiken zu reduzieren.
Der Aufstieg der Beschaffungshierarchie