k3 mapa GmbH: Buchbesprechung: money illusion von Irving Fisher

Wiesbaden, 04. Januar 2026. In dem in 1927 verfassten Buch „the money illusion“ von Yale Professor Irving Fisher geht es um ein altes und aktuelles Thema der Menschheitsgeschichte: die Unfähigkeit der Bevölkerung die Geldentwertung der Währungen zu entdecken; die sich daraus ergebenen Folgen und wie Abhilfe geschaffen werden könnte.
Das Buch basiert auf den im Sommer 1927 an der „Geneva School of International Studies“ gehaltenen Vorlesungen. Es beschreibt die Auswirkungen der bei der breiten Bevölkerung herrschenden Illusion einer stabilen Währung, die Nutznießer der Ignoranz und den Ideen zur Sicherstellung einer stabilen Währung.
Fisher arbeitet heraus, dass Geldentwertung eher bei einer Verschiebung der relativen Preise (er nennt diese relative Inflation) als bei einer breiten Erhöhung des Preisniveaus (er nennt dieses absolute Inflation) wahrgenommen wird. Beispiele aus der Zeit der Hyperinflation während der Weimarer Republik scheinen seine Analyse zu untermauern.
Warum ausgerechnet eine Erhöhung des Preisniveaus (und somit die implizite Geldentwertung) von der Bevölkerung (damals wie heute) nur schwer erfasst werden, kommt in der Analyse zu kurz.
Die Auswirkungen der Entwertung der Währung gliedert Fisher in direkte und indirekte. Die direkte Auswirkung der Entwertung ist der immense finanzielle Schaden, den Investoren in Staatspapiere erleiden. Liegt die Währungsentwertung über der Verzinsung, so erleidet der Investor einen Verlust. Vermögen wird entwertet, weniger wird investiert. Parallel erleiden die Arbeitnehmer durch die verringerte Kaufkraft erhebliche finanzielle Einbußen-
Die indirekte Auswirkung der Geldentwertung folgt fast aus der direkten. Fisher beschreibt, dass sich Klassenhass, Gewalt und Korruption in der Gesellschaft ausbreiten und folgert, dass der gesamte ökonomische Schaden der Hyperinflation nach dem I. Weltkrieg für Deutschland größer war als der ökonomische Schaden des Krieges an sich. Anhand von Belegen wird diese Behauptung leider nicht untermauert.
Der Vorteil „alte“ Klassiker zu lesen und somit das ökonomische Denken zu schärfen, wird durch einige Gedanken Fishers leicht geschmälert:
Fisher beschreibt die Änderung des Preisniveaus als „Inflation“, obwohl schon die österreichische Schule vor 1927 aufzeigte, dass Inflation (inflare, Lat. = aufblähen) die Ausweitung der Geldmenge ist.
Fisher basiert seine Analyse auf dem Gedanken, dass die Währung (z.B. ein Dollar) Geld ist und ignoriert, dass im Grunde (nur) Gold Geld ist; die Währung aber als Kreditversprechen daraus abgeleitet wird.
Dementsprechend macht Fisher – aus heutiger Sicht – den Fehler die Währung (er bezeichnet den Dollar als Geld) „stabilisieren“ zu wollen. Hier soll ein allwissender Staat anhand von allerlei Indizes (die noch entwickelt werden müssen) für Währungsstabilität sorgen. Dieses tiefe Vertrauen in die Gutmütigkeit des Staates überrascht umso mehr, als dass auch Fisher klar erkennt, dass der Staat als Schuldner ein großer (der größte?) Profiteuer von Währungsentwertung ist.
„Zusammenfassend ist das Buch ein interessanter Baustein zum Verständnis der ökonomischen Lehre. Fisher war ein Wegbegleiter Keynes und beide zeichneten sich durch einen tiefen Glauben an die Gutmütigkeit des Staates und an die Präferenz für Währungen anstelle von Geld aus“ – so der k3 mapa Geschäftsführer Thorsten Schuppenhauer. Und er fährt fort: “aber bereits in 1912 erläuterte der einflussreiche Bankier John Pierpont Morgan (Bankhaus JP Morgan) vor dem US-Kongress: „Gold ist Geld, der Rest ist Kredit.“
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