Ferienangebote für benachteiligte Kinder wirken Armut entgegen
Verfasser: pr-gateway on Thursday, 8 August 2019Für Kinder aus armen Familien bleibt Erholung in den Ferien oft auf der Strecke
Stuttgart, 26. Juli 2019 - Ärmere Kinder haben in den Sommerferien oft nur wenige Erlebnisse, bei denen sie sich erholen und Energie tanken können. Der Besuch im Freibad, Eis essen mit Freunden, Fahrradfahren im Grünen oder sogar ein Urlaub mit den Eltern ist für sie meist nicht möglich. Verbringen die Kinder einen großen Teil ihrer Ferien in den vier Wänden zuhause, hebt sich die Ferienzeit nur wenig vom Alltag ab. "Dabei bräuchten gerade benachteiligte Kinder zwischen den Schuljahren Abwechslung und Distanz von den Verhältnissen, die Armut mit sich bringt", erklärt Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock, Caritasdirektorin der Diözese Rottenburg-Stuttgart. "Bildung und Förderung der Kinder wird aber noch zu sehr auf das beschränkt, was im Klassenzimmer passiert. Dabei sind Ferienaktionen wichtig für die Regeneration und auch elementar für die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder." Die Caritas hält es daher für eine wichtige Aufgabe auch im Sinne einer Armutsprävention, anregende Ferienangebote für benachteiligte Kinder anzubieten. Hier sieht der katholische Wohlfahrtsverband auch Politik und Wirtschaft in der Pflicht, die Ferien als wichtige "Bildungs- und Entwicklungszeit" zu gewichten.