Auf Pandemiekrise folgt Beschaffungskrise: Zulieferer und Automobilhersteller bekommen keinen Stahl
Verfasser: pr-gateway on Tuesday, 22 December 2020Engpass gefährdet wirtschaftlichen Erholungsprozess - Importbeschränkungen verhindern Beschaffungsalternativen
HAGEN - 22. Dez. 2020. Stahl - vor allem Flachstahl - ist Mangelware. Knapp 90 Prozent der Zulieferer haben Beschaffungsprobleme. Das zeigen erste Ergebnisse einer Blitzumfrage des Industrieverbandes Blechumformung (IBU) vor Weihnachten. Ein Auslöser ist die unterschiedliche Entwicklung von Stahlangebot und -nachfrage. Hinzu kommt, dass Einfuhrbeschränkungen das Ausweichen auf Stahl aus Drittländern erschweren. Der IBU ist alarmiert: "Dieser Versorgungsengpass gefährdet den Erholungsprozess bei Zulieferern und Automobilherstellern", fürchtet Geschäftsführer Bernhard Jacobs. "Auf die Pandemiekrise folgt die Beschaffungskrise. Die Marktversorgung in Europa muss Vorrang haben vor Anti-Dumping-Maßnahmen und politisch motivierten Importbeschränkungen."