Weniger Sozialgeld drängt Eineltern-Familien noch weiter an den Rand
Verfasser: pr-gateway on Wednesday, 15 June 2016Streit um Kürzungen von Hartz-IV für Alleinerziehende noch nicht ausgestanden
Stuttgart/Freiburg, 15. Juni 2016 - Die Caritas in Baden-Württemberg begrüßt es, dass die jüngst vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geplante Leistungskürzung für Alleinerziehende überdacht wird: Diese sieht vor, das Hartz-IV-Geld im Haushalt von Alleinerziehenden um die Tage zu kürzen, die das Kind beim anderen Elternteil - in der Regel dem Vater - verbringt. Obwohl die geplanten Reformen nochmals geprüft werden sollen, stehen für die Caritas im Land die Alarmzeichen auf Rot. "Der weitere Verlauf bleibt offen. Es ist weiterhin möglich, dass die angedachten Kürzungen für Alleinerziehende im neuen Gesetz abgebildet sind", so die Caritasdirektorinnen Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Mathea Schneider (Freiburg). Gezielt fordern sie die neue Landesregierung auf, die Augen offen zu halten, da diese Kürzungen nicht im Einklang zu der von Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha angekündigten Linie stehen. Mit Blick auf den jüngst erschienenen ersten Armuts- und Reichtumsbericht hatte er zugesagt, die Armut von Kindern im Land gezielt bekämpfen zu wollen.