Experteninterview zum Einweg-Pfand: Wer nimmt was zurück?
Verfasser: pr-gateway on Friday, 22 July 2016ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer über die Sache mit dem Leergut
Deutschlands große Getränkehersteller wollen Einwegflaschen in Zukunft besser kennzeichnen. Auch das Pfand von 25 Cent soll dann auf dem Etikett stehen. Zur Zeit ist das Pfandsystem für viele eher verwirrend. Daher beantwortet unser Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer die wichtigsten Fragen.
Was ist der Unterschied zwischen Mehrweg- und Einwegpfand?
Tobias Klingelhöfer: Das Mehrwegpfand ist die preiswerteste und ökologisch sinnvollste Lösung. Es beträgt 15 Cent pro Flasche, für Bierflaschen sogar nur 8 Cent. Die Glas- oder Plastikflaschen werden nach dem Gebrauch gereinigt und dann in den Warenkreislauf zurückgeführt.
Das Einwegpfand gibt es nicht nur für Flaschen. Besonders bekannt geworden ist es auch als sogenanntes "Dosenpfand". Neben Flaschen aus Kunststoff und selten auch Glas, wird mit dem Einwegpfand auch für Getränkedosen ein Pfand erhoben. Grund für die Einführung war der Gedanke, dass mit dem Einwegpfand mehr Dosen und Kunststoffflaschen dem Recycling zugeführt werden können, statt im Restmüll zu landen.