Regulatorische Zeitenwende im Bankensektor: Europas Wettbewerbsnachteil wächst
Verfasser: pr-gateway on Tuesday, 9 June 2026Expertenkommentar von Alvarez & Marsal
- Die Deregulierung in den USA verändert die Spielregeln des globalen Bankensektors
- Europas Institute drohen im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen
München – 09. Juni 2026 – Die aktuelle Deregulierungswelle in den USA entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor für den globalen Bankensektor. Was zunächst als regulatorische Anpassung begann, könnte sich als tiefgreifende Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen den internationalen Finanzmärkten erweisen. Während die USA und zunehmend auch Großbritannien regulatorische Entlastungen vorantreiben, setzt Europa weiterhin auf höhere Kapitalanforderungen und die konsequente Umsetzung neuer Basel-Regeln. Dadurch entsteht eine wachsende Divergenz, deren Auswirkungen bereits heute sichtbar werden.
Kapital wird zum Wettbewerbsvorteil
Die regulatorischen Erleichterungen in den USA schaffen erhebliche zusätzliche Handlungsspielräume für Banken. Bereits wenige Monate nach Inkrafttreten erster Reformen fließen große Teile des freigesetzten Kapitals in Kreditvergabe, Investitionen, Akquisitionen und Ausschüttungen an Aktionäre.