Primäre Immundefekte und die Dunkelziffer
Verfasser: pr-gateway on Monday, 31 August 2015Mehr Betroffene in Österreich als angenommen.
Primäre Immundefekte (PID) sind auch für medizinisches Fachpersonal manchmal nicht erkennbar, obwohl die Symptome und Diagnoseverfahren immer mehr Bekanntheitsgrad in den Ausbildungen erlangen. Es braucht für den Betroffenen auch heute noch Glück, an einen erkennenden Arzt zu kommen, der die passenden Verfahren zur eindeutigen Diagnose einleitet. Dabei ist die Dunkelziffer der Betroffenen deutlich höher als angenommen.
"Alleine in Österreich gehen wir von der Größenordnung von ca.3.000 betroffener Personen aus." sagt Karin Modl, Vorstand der Selbsthilfegruppe ÖSPID. Karin Modl weiter: "Man kann eindeutig einen Zusammenhang zwischen der dichteren Information und Anstieg der diagnostizierten Menschen sehen. Zu wissen, daß so viele Menschen mit dem Leiden - manchmal falsch oder gar unbehandelt - Leben müßen, stärkt natürlich unsere Motivation, noch mehr über primäre Immundefekte in die Öffentlichkeit zu bringen. Ich wünsche niemanden den Leidensweg, den ich jahrzehntelang hinter mir habe."