Ein Unfall im Hamburger Elbtunnel, Machtgier und ein rätselhaftes Patent auf Mallorca

Ein Notfalleinsatz am Elbtunnel, ein lebensgefährlich verletzter Mercedes-Fahrer und eine skrupellose Aufforderung an einen jungen Hamburger Arzt: „Lass ihn sterben!“ Doch Dr. Max Meier entscheidet sich dagegen – und tritt damit eine Kette von Ereignissen los, die ihn tief in die Abgründe des internationalen Drogenhandels und europäischer Machtspiele zieht.
Mit „Das Patent des Spaniers“ legt der Autor, Journalist und Berater Herbert Prange den Auftakt seiner packenden Max-Meier-Saga vor. Ein Polit-Thriller, der die Leser von Deutschland über Österreich bis auf eine Bodega nach Mallorca führt – und erschreckend nah an realen Abgründen kratzt.
Im Interview sprechen wir von mallorca-services.es mit Herbert Prange über den Wechsel vom Sachbuch zum Thriller-Genre, akribische Recherche im Schattenreich der Kartelle und die Frage, wie viel Realität in seiner fiktiven Drogen-Organisation steckt.
Sie haben bisher zwei Bücher und einen kleinen Ratgeber im psychologischen und Managementbereich geschrieben. Was hat Sie inspiriert, einen Krimi zu schreiben?
In meinen bisherigen Büchern habe ich versucht, wie die Ergebnisse der modernen Gehirnforschung im Alltag verwendet werden können. Ich habe versucht, verständlich und fundiert zu schreiben, aber beim Leser auch eine gewisse Spannung zu erzeugen. So sind auch meine Vorträge als Referent konzipiert. Mein Buch „Mein Krebs - ein Mutmachbuch“ habe ich wie einen Krimi mit Hintergrundwissen zum Mentaltraining geschrieben. Den Gedanken, einen Thriller mit einem Arzt als Hauptakteuer habe ich schon länger gehabt.
Gab es spezielle Momente, die Sie dazu bewegt haben, den internationalen Drogenhandel mit politischen Ereignissen und einem Mediziner in Verbindung zu bringen?
Als Referent psychologischer Themen habe ich mich auf medizinische Berufe spezialisiert und die vielen Möglichkeiten eines Arztes zur Beeinflussung von körperlichen und mentalen Zuständen von Menschen kennen gelernt. Dabei spielen pharmazeutische zugelassene Präparate, aber auch spezielle Mixturen von Kräutern ohne offizielle Zulassung eine große Rolle. Als ich vor drei Jahren zufällig über das gigantische Ausmaß der Milliarden-Dollar-Geschäfte mit Kokain und synthetischen Drogen und den politischen Verstrickungen gelesen habe, ist der Grundgedanke entstanden, ein Buch zu schreiben.
Wie sah dann der Weg von der Idee zum fertigen Buch aus?
Ich habe viele Daten gesammelt, Berichte von investigativen Journalisten gelesen und deren Reportagen angeschaut. Gleichzeitig habe ich mich rein beruflich weiterhin mit dem Ethos von Medizinern, ihrem Alltag und ihren Möglichkeiten beschäftigt. Den entscheidenden Ausschlag zu meinem Thriller hat aber ein Gespräch mit drei Kripobeamten während einer Geburtstagfeier gegeben. Sie haben erzählt, wie verworren und frustrierend die Arbeit der Polizei sein kann. Und sie haben von ihrer Meinung nach sinnvollen Methoden erzählt, die in einigen Ländern bereits angewendet, aber niemals öffentlich werden dürfen. Diese Unterhaltung hat bei mir wieder eine Phase intensivster Recherchearbeiten ausgelöst, woraus dann der Thriller geworden ist.
Wie haben sie Ihre Hauptfiguren entwickelt?
Durch meine jahrzehntelange Bekanntschaft mit Medizinern aus allen Teilen der Welt, wusste ich, wie zum Beispiel in Indien im Ayurveda aus Kräutern hochwirksame Präparate erzeugt werden und wie moderne Pharmaunternehmen die naturheilkundlichen Erkenntnisse mit komplizierter Chemie mixen, woraus dann Präparate und Verfahren entstehen, die sowohl physisch wie auch psychisch extreme Wirkungen haben. Ärzte haben völlig legal und im Auftrag von Regierungsbehörden bereits vor Jahrzehnten synthetischen Drogen an Menschen erprobt. Dazu gehören Amphetamin, Methamphetamin (Crystal Meth) und Ecstasy (MDMA) und andere. Sie werden komplett aus chemischen Grundstoffen aufgebaut und kommen nicht in der Natur vor. Heute sind viele dieser synthetischen Drogen verboten, manche aber nicht. Ärzte haben die legale Macht, Leben zu erhalten oder zu beenden, Leben zu retten oder es sein zu lassen. Deshalb habe ich einen Arzt als Hauptfigur genommen.
Ihr Thriller „Das Patent des Spaniers“ wird als erster Teil der Max Meier Saga angekündigt. Wie kamen Sie dazu, eine Krimireihe in Angriff zu nehmen?
Nachdem ich „Das Patent des Spaniers“ konzipiert hatte, bin ich auf Ereignisse gestoßen, die dermaßen schockierend sind, dass ich sie unbedingt aufnehmen wollte. Aber da das erste Buch in meinem Kopf und als Skizze bereits fertig war, musste der Protagonist Doktor Max Meier weiterleben. So entstand der Gedanke, den jungen Arzt Max Meier mehrere Jahre, vielleicht sogar mehrere Jahrzehnte seines Lebens zu begleiten, wie es zum Beispiel im Film „Der Pate“ der Fall ist. Ich bin mir sicher, dass mir das wahre Leben genügend Stoff gibt.
Nun ist „Das Patent des Spaniers“ bereits in der zweiten Auflage erschienen. Wie sieht das nächste Buch der Max Meier Saga aus?
Der nächste Thriller mit Doktor Max Meier ist in Arbeit und hat den Arbeitstitel „Die Panik der Jäger“. Hier werden wieder unglaubliche Ereignisse und brisanten Hintergrundrecherchen zu einer spannungsgeladenen Geschichte verpackt. Zum besseren Verständnis wäre es für die Leser wichtig, die Bände in ihrer Reihenfolge zu lesen, wie sie einen mehrteiligen Film anschauen.
„Vielen Dank für das sehr aufschlussreiche Gespräch und die wertvollen Einblicke in Ihre Arbeit. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für Ihre kommenden Projekte.“
Das Patent des Spaniers
Herbert Prange
Krimis & Thriller
Paperback
290 Seiten
ISBN-13: 9783696376734
Verlag: BoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum: 12.05.2026
Aussender:
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