Empfehlungen für Unternehmer 2026: Steuerliche Weichen jetzt richtig stellen

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 Steuerliche Weichen jetzt richtig stellen

Die steuerliche Praxis zeigt: Risiken entstehen weniger durch neue Gesetze als durch versäumte Fristen, unzureichende Dokumentation und fehlende strategische Vorbereitung.
Vor diesem Hintergrund lassen sich sechs zentrale Handlungsfelder identifizieren, die für Unternehmen aller Größen im Jahr 2026 von besonderer Bedeutung sind.
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1. Offene Bescheide und Fristen systematisch überprüfen

Viele Unternehmen tragen noch immer steuerliche Altlasten aus den Jahren 2020 bis 2022 mit sich - insbesondere im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen, Überbrückungshilfen und der neuen Grundsteuer.
Behörden prüfen diese Sachverhalte zunehmend nach, häufig mit kurzen Fristen und standardisierten Aufforderungsschreiben. Wer hier nicht vorbereitet ist, riskiert Rückforderungen, Zinsen oder den Verlust von Rechtsmitteln.
Empfehlenswert ist daher eine strukturierte Bestandsaufnahme:
-Welche Bescheide sind noch vorläufig?
-Wo laufen Rückmelde- oder Schlussabrechnungsverfahren?
-Welche Einspruchs- oder Klagefristen bestehen?
Ein frühzeitiges Handeln ermöglicht es, sachlich fundierte Einsprüche einzulegen oder belastende Bescheide zumindest offen zu halten. Untätigkeit dagegen führt oft zu unumkehrbaren Nachteilen.
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2. Digitalisierung konsequent vorantreiben - insbesondere E-Rechnung

Die Digitalisierung der Steuerverwaltung schreitet weiter voran. Mit Blick auf die verpflichtende E-Rechnung im B2B-Bereich sowie neue elektronische Meldepflichten ist klar: Unternehmen müssen ihre Finanzprozesse technisch und organisatorisch anpassen.
Dabei geht es nicht nur um die Fähigkeit, E-Rechnungen zu empfangen oder zu versenden. Entscheidend ist, dass:
-Rechnungsdaten strukturiert verarbeitet werden,
-Schnittstellen zu Buchhaltung und ERP-Systemen funktionieren,
-Prüf- und Freigabeprozesse revisionssicher dokumentiert sind.
Unternehmen, die diese Umstellung frühzeitig angehen, profitieren doppelt: Sie erfüllen nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern gewinnen Transparenz, Effizienz und bessere Steuerungsinformationen. Wer abwartet, riskiert operative Störungen und erhöhten Korrekturaufwand.
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3. Investitions- und Forschungsplanung steuerlich abstimmen

Investitionen und Forschungsaktivitäten sind zentrale Wachstumstreiber - ihre steuerliche Behandlung wird jedoch häufig erst nachgelagert betrachtet. Gerade das kann zu erheblichen Nachteilen führen.
Abschreibungsmodelle, Förderprogramme, Forschungszulagen und Investitionszeitpunkte wirken sich unmittelbar auf:
-Steuerbelastung,
-Liquidität,
-Jahresergebnis
aus.
Eine steueroptimale Planung bedeutet nicht aggressive Gestaltung, sondern saubere zeitliche und inhaltliche Abstimmung. Wer Investitionen vorzieht oder richtig strukturiert, kann legale steuerliche Entlastungen nutzen und Planungssicherheit schaffen.
Besonders relevant ist dies für wachstumsstarke Unternehmen, produzierende Betriebe und technologieorientierte Geschäftsmodelle.
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4. Holding- und Beteiligungsstrukturen nüchtern bewerten

Holdingstrukturen gelten vielerorts als Standardlösung zur Steueroptimierung. Die Praxis zeigt jedoch: Nicht jede Holding ist sinnvoll, und manche erzeugen mehr Aufwand als Nutzen.
Für 2026 gilt daher:
Holdingstrukturen sollten nicht pauschal eingeführt, sondern anhand klarer Kriterien geprüft werden:
-Gibt es geplante Reinvestitionen oder Exits?
-Bestehen mehrere operative Einheiten?
-Welche laufenden Kosten und steuerlichen Pflichten entstehen?
Ohne entsprechende wirtschaftliche Substanz können Holdingmodelle zu erhöhtem Prüfungsrisiko, zusätzlicher Bürokratie und steuerlichen Nachteilen führen. Eine sachliche Analyse schützt vor Fehlentscheidungen und unnötiger Komplexität.
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5. Transfer-Pricing-Dokumentation aktuell und konsistent halten

Unternehmen mit grenzüberschreitenden Leistungsbeziehungen stehen weiterhin im Fokus der Finanzverwaltung. Die Anforderungen an Verrechnungspreisdokumentationen steigen - sowohl inhaltlich als auch zeitlich.
Für 2026 ist entscheidend:
-Funktions- und Risikoanalysen müssen der tatsächlichen Organisation entsprechen,
-Verrechnungspreismethoden müssen begründet und nachvollziehbar sein,
-Dokumentationen müssen konsistent zu Jahresabschlüssen und Verträgen sein.
Unvollständige oder veraltete Unterlagen führen im Prüfungsfall regelmäßig zu Schätzungen, Zuschlägen oder Strafzinsen. Eine regelmäßige Aktualisierung ist daher kein Formalismus, sondern ein zentraler Bestandteil der Risikovorsorge.
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6. Compliance-Check durchführen: Transparenzregister, Meldepflichten, Plattformmeldungen

Die Zahl formeller Pflichten für Unternehmen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Besonders relevant bleiben:
-Transparenzregistermeldungen,
-Mitteilungspflichten bei Beteiligungsstrukturen,
-Meldepflichten nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG).
Verstöße werden zunehmend automatisiert festgestellt und können Bußgelder oder Haftungsfolgen nach sich ziehen - auch ohne steuerliche Mehrbelastung.
Ein regelmäßiger Compliance-Check stellt sicher, dass:
-wirtschaftlich Berechtigte korrekt gemeldet sind,
-Fristen eingehalten werden,
-interne Zuständigkeiten klar geregelt sind.
Gerade für mittelständische Unternehmen ist dies ein oft unterschätztes, aber wesentliches Handlungsfeld.
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Fazit

Für Unternehmerinnen und Unternehmer im Jahr 2026 gilt:
Steuerliche Sicherheit entsteht nicht durch Reaktion, sondern durch vorausschauende Struktur, klare Prozesse und regelmäßige Überprüfung.
Wer Bescheide, Fristen, Strukturen und Dokumentationen im Blick behält, reduziert Risiken, wahrt Rechtspositionen und schafft eine solide Grundlage für unternehmerische Entscheidungen - unabhängig von Konjunktur oder Gesetzesänderungen.

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