Wie investieren? Ein Überblick über die wichtigsten Anlageformen – und warum Finanzexperte Sven Thieme zu mehr Finanzbildung rät
Wer heute Vermögen aufbauen oder für das Alter vorsorgen will, steht vor einer fast überwältigenden Auswahl an Investmentformen. Von klassischen Sparkonten über Immobilien bis hin zu Kryptowährungen: Noch nie gab es so viele Möglichkeiten – und gleichzeitig so viel Unsicherheit.
Viele Menschen zögern deshalb, überhaupt zu investieren. Ein Fehler, sagt Sven Thieme, Finanzexperte der Compivent GmbH, die sich intensiv mit Finanz-, Vorsorge- und Vermögensthemen auseinandersetzt. „Das größte Risiko ist nicht das Investieren – sondern gar nicht erst anzufangen“, betont Thieme.
Doch welche Wege gibt es? Und für wen eignen sie sich?
1. Klassiker: Sparbuch, Tagesgeld & Festgeld
Für wen geeignet? Für sicherheitsorientierte Sparer.
Vorteil: Kaum Risiko, hohe Liquidität.
Nachteil: Die Rendite liegt oft unter der Inflation – das Geld verliert real an Kaufkraft.
Sven Thieme warnt: „Viele vertrauen zu sehr auf diese vermeintlich sicheren Formen. Wer nur spart, aber nicht investiert, sichert nur den Nominalwert – nicht den realen Wert.“
2. Aktien & Aktienfonds
Für wen geeignet? Für alle, die langfristig investieren wollen.
Vorteil: Hohe Renditechancen.
Nachteil: Kursschwankungen – Geduld ist Pflicht.
Aktienfonds oder ETFs bündeln viele Unternehmen in einem Produkt. Das reduziert Risiken und eignet sich für Einsteiger. Compivent empfiehlt besonders langfristiges, regelmäßiges Sparen per ETF-Plan, weil Anleger sich so nicht von Emotionen leiten lassen.
3. Anleihen – der Kompromiss zwischen Sicherheit und Rendite
Für wen geeignet? Für Menschen, die ein ruhigeres Portfolio wünschen.
Vorteil: Geringere Schwankungen als Aktien.
Nachteil: In Niedrigzinsphasen nur begrenzte Rendite.
Staats- und Unternehmensanleihen sind Zinsprodukte, die moderat, aber stabil Erträge liefern können.
4. Edelmetalle wie Gold & Silber
Für wen geeignet? Für alle, die einen Krisenschutz suchen.
Vorteil: Seit Jahrtausenden stabiler Wertaufbewahrer.
Nachteil: Keine laufenden Erträge, nur spekulativer Wertzuwachs.
Gold ist ein wichtiger Depotanteil, aber kein Ersatz für ein breit aufgestelltes Investmentportfolio.
5. Rohstoffe & Energie
Für wen geeignet? Für erfahrene Anleger.
Vorteil: Gelegenheit zur Absicherung gegen Inflation und Markttrendwechsel.
Nachteil: Hohe Schwankungen, komplexe Märkte.
6. Kryptowährungen
Für wen geeignet? Für Risikofreudige.
Vorteil: Hohe Renditechancen.
Nachteil: Extrem volatil, regulatorische Unsicherheit.
Thieme ordnet ein: „Krypto kann ein kleiner, spekulativer Baustein sein. Aber niemand sollte seine Zukunft darauf setzen.“
7. Private Altersvorsorge & Versicherungsprodukte
• Für wen geeignet? Für alle, die planbare, stetige Vorsorge wollen.
• Vorteil: Staatliche Förderung möglich, langfristige Sicherheit.
• Nachteil: Geringere Renditen, weniger flexibel.
Compivent sieht hier einen wachsenden Bedarf, da die gesetzliche Rente für viele nicht ausreichen wird.
Was sagt Compivent? – Die Mischung macht‘s
Die wichtigste Empfehklung von Sven Thieme lautet:
„Es gibt nicht die beste Anlageform. Es gibt nur die beste Mischung – je nachdem, wie alt man ist, wie viel man verdient und welche Ziele man hat.“
Sein Grundprinzip:
• Liquidität sichern (Notgroschen)
• kontinuierlich investieren (z. B. per ETF-Plan)
• langfristige Vermögenswerte aufbauen (Aktien-Fonds)
• Risiken streuen
• regelmäßig prüfen und anpassen
Finanzbildung ist für ihn der Schlüssel: „Viele scheitern nicht an der Börse – sie scheitern an fehlendem Wissen oder falschen Erwartungen.“
Jeder kann investieren – wenn er seine Ziele kennt
Ob jung oder alt, risikoaffin oder sicherheitsorientiert: Für jede Lebenslage gibt es passende Anlageformen. Entscheidend ist, nicht in Extremstrategien zu verfallen, sondern ein ausgewogenes, transparentes Konzept zu wählen. Unternehmen wie Compivent möchten Privatpersonen dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen – nicht mit schnellen Versprechen, sondern mit langfristigem Denken. Denn Vermögensaufbau ist kein Sprint, sondern ein Marathon.