Psychotherapie

Wenn ein geliebtes Tier stirbt

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Forschungsprojekt untersucht Gefühle und Strategien bei der Bewältigung der Trauer um Haustiere.
Ob Hund, Katze, Pferd: Beziehungen des Menschen zu einem Haustier sind meist ungemein intensiv. Jahrelang ist ein Tier Lebensbegleiter, Freund, Teil der Familie, wird gefüttert, gepflegt, verwöhnt. Wenn der Tod diese Beziehung trennt, ist die Trauer oft ebenso stark wie die Trauer um einen verstorbenen Menschen. Und doch ist „nur ein Tier“ gestorben – so wird das von Unbeteiligten häufig banalisiert. Dieses spannungsvollen Verhältnisses haben sich Wissenschaftler an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover angenommen. Herausgekommen ist dabei das Buch „Nicht nur dein Tier stirbt“, das jetzt im Verlag Kern erschienen ist. Es dokumentiert, wie Menschen mit dem Tod und der Trauer um ihre Haustiere umgehen.
Das Forschungsprojekt BELECAN (Behandlungsziele am Lebensende von Companion Animals), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wurde von einem Team um Marion Schmitt und Professor Peter Kunzmann am Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie durchgeführt. Es wurden mit einem öffentlichen Aufruf Menschen mit entsprechenden Erfahrungen gebeten, freiwillig und anonymisiert ihre Gedanken und Erinnerungen einschließlich Bildern einzubringen. Bis zum Ende des Erhebungszeitraumes im Januar 2019 gingen so 195 Einsendungen mit Geschichten von 236 verstorbenen Tieren ein.

Nicht nur Frühlingsgefühle: Für Depressive ist der Mai besonders schlimm

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Prien, 6. April 2017. Der Monat mit den meisten und schwersten Fällen depressionsbedingter Symptomatik ist nicht etwa der November, sondern der Mai. Das belegen zahlreiche Studien*. Was macht diese Zeit so belastend für die acht Prozent der Erwachsenen in Deutschland, die mit Depressionen leben? Und was können Betroffene und Angehörige tun?

Der Frühling bringt Lebenskraft, hebt die Stimmung und allen geht es gut. Bei so viel Sonne, Vogelzwitschern und farbenprächtigen Blumen! Soweit das einhellige Verständnis. Die Realität dagegen ist ernüchternd: Für Menschen mit Depressionen beginnt im April die kritischste Zeit des Jahres. Im Mai erreicht sie sogar ihren Höhepunkt und ebbt im Juni wieder ab. Die Studienlage bringt es bedrückend ans Licht: In keinem anderen Monat ist die Suizidrate so hoch wie im Mai. Die Gründe für den traurigen Wonnemonat sind nicht geklärt. „Die Wissenschaft diskutiert verschiedene Ursachen“, erklärt Univ.-Doz. Dr. Gernot Langs, Chefarzt der Schön Klinik Bad Bramstedt. „Vermutlich ist es eine Mischung aus biochemischen, psychosozialen, genetischen und sonstigen Faktoren. Im Mai kommt offenbar vieles zusammen, was in der Summe zu einem deutlichen Anstieg der depressiven Symptomatik führen kann und oft auch führt.“

Falsche und enttäuschte Erwartungen