Phagen

Unbekanntes Virus im menschlichen Körper entdeckt.

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Wissenschafter_innen der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems identifizieren unbekannte Bakterien-infizierende Virus-Art

Krems, 13. November 2019 – Eine bisher unbekannte Virus-Art wurde jetzt in Proben menschlicher Körperflüssigkeiten identifiziert. Gelungen ist dies einem internationalen Team in Österreich, das speziell nach Bakterien-infizierenden Viren (sogenannten Bakteriophagen) suchte. Der Fokus lag dabei auf jenen Viren, die das menschliche Darmbakterium Escherichia coli angreifen. Insgesamt konnte das Team 43 verschiedene dieser Bakteriophagen in Proben menschlicher Körperflüssigkeiten identifizieren, besonders häufig in Blutproben. Die Entdeckung solcher Phagen im menschlichen Körper ist besonders bedeutsam, da diese Antibiotika-Resistenzgene auf Bakterien übertragen können. So werden Informationen über das Vorkommen, die Häufigkeit und die Verwandtschaften von Phagen im Menschen dringend benötigt. Die nun international veröffentlichen Ergebnisse (doi: 10.3389/fmicb.2019.02484) eines Teams der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Krems unter der Leitung der Veterinärmedizinischen Universität Wien leisten dazu einen bedeutenden Beitrag.

Gesundes vaginales Mikrobiom dank Phagen-Lysin. PhagoMed baut R&D-Programm gegen Bakterielle Vaginose aus.

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Wien, 23. Oktober 2019: Das Wiener Biotech-Unternehmen PhagoMed Biopharma GmbH hat einen neuen Therapieansatz zur Heilung der Bakteriellen Vaginose und zur Restabilisierung des vaginalen Mikrobiomes entdeckt. Dieser wird nun durch Etablierung eines auf diese Aufgabe fokussierten Teams mit Hochdruck weiterentwickelt. Grundlage der neuen Therapiemöglichkeit sind rekombinant hergestellte Enzyme spezieller Viren (Phagen), die Bakterien auflösen und vernichten können. Der medizinische Einsatz dieser Enzyme bietet eine effektive Alternative zu Antibiotika, deren Wirksamkeit zunehmend unter den Resistenzen von Bakterien leidet. Mit der Erweiterung ihres Portfolios entwickelt PhagoMed nun Therapien, die sowohl auf dem Einsatz kompletter Phagen als auch rekombinant hergestellter Enzyme von Phagen beruhen.

Antibiotika haben ihre beste Zeit hinter sich. Die zunehmende Häufigkeit von resistenten Bakterien verringert ihren therapeutischen Nutzen mehr und mehr. Eine Alternative stellen Viren dar, die Bakterien bekämpfen – sogenannte Phagen. Das Wiener Biotech-Unternehmen PhagoMed Biopharma GmbH hat sich daher auf die Entwicklung von Phagen-basierten Anwendungen für die Humantherapie spezialisiert. Nun gab das Unternehmen die Erweiterung seiner Entwicklungspipeline durch ein rekombinant hergestelltes Phagen-Enzym (Endolysin) bekannt, das speziell zur Behandlung der Bakteriellen Vaginose eingesetzt werden kann.

Viren statt Antibiotika: Wiener Biotech erhält Millionenfinanzierung für smarte Therapieentwicklung

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Wien, 28. August 2018: Die Entwicklung einer alternativen Therapie gegen antibiotikaresistente Bakterien schwemmt nun mehr als €4 Millionen an Förderungen und privaten Investments in die Kassen des Wiener Biotech-Unternehmens PhagoMed Biopharma GmbH (PhagoMed). Das am Vienna Biocenter angesiedelte Unternehmen befasst sich mit der Etablierung einer auf speziellen Viren (Phagen) beruhenden Behandlungsform bakterieller Infektionen und wird die Gelder zur prä-klinischen Entwicklung von gleich drei Arzneimittelkandidaten einsetzen.

Multiresistente Bakterien – also Bakterien, gegen die bereits mehrere Antibiotika unwirksam geworden sind – stellen ein kritisches medizinisches Problem dar. EU-weit sterben derzeit bereits ca. 25.000 Patienten pro Jahr an Erkrankungen, die durch diese Bakterien verursacht werden. Tendenz steigend! Viren, die Bakterien zielgerichtet infizieren und zerstören, sogenannte Phagen, sind eine vielversprechende Alternative zur Bekämpfung dieser Bakterien. Dieses Potential erkannten auch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG), die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) und private Investoren. Sie stellten jetzt der PhagoMed insgesamt 4 Millionen EUR zur weiteren Entwicklung dieser Therapieform zur Verfügung.