KL Krems

Reine Nervensache: Vernetzung von Nerven überraschenderweise durch Ionenkanäle beeinflusst

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Ein Team der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems identifiziert in 10 Jahres-Projekt unbekannte Rolle von Kalziumkanälen bei der Bildung synaptischer Verbindungen.

Krems, 30. März 2021 – Teile bekannter Kalziumkanäle spielen eine entscheidende Rolle für die Bildung von Synapsen. Das ist das überraschende und heute in PNAS veröffentlichte Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, deren Entwicklung aufgrund großer experimenteller Herausforderungen über 10 Jahre dauerte. Fokus des Teams, das heute an der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems (KL Krems) im Forschungsschwerpunkt „Mental Health & Neuroscience“ forscht, waren regulatorische Proteine sogenannter spannungsgesteuerter Kalziumkanäle. Bekannt war, dass die als α2δ (sprich alpha-2-delta) bezeichneten Proteine wichtige Funktionen bei der Signalübertragung an den Synapsen haben – dass sie aber auch bei der Entstehung erregender Synapsen des Zentralnervensystems eine entscheidende Rolle spielen, kam unerwartet und überraschend.

Hörbar gut: Spezielle Mittelohrimplantate verbessern die Hörfähigkeit auch langfristig

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Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems demonstriert dauerhafte Verbesserung der Worterkennung von Betroffenen mit Mittelohrimplantaten am „Runden Fenster“

Krems, 17. Dezember 2020 – Mittelohrimplantate, die über das „Runde Fenster“ eine Stimulation der Hörnerven bewirken, verbessern die Hörfähigkeit über Jahre hinweg. In den meisten Fällen erfolgt die Implantation und Nutzung der elektronischen Hörhilfen problemlos. Komplikationen sind auf Betroffene begrenzt, denen zuvor gutartige Tumore im Mittelohr entfernt werden mussten. Dies sind die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer Studie mit Daten von 46 Betroffenen, die an der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems (KL Krems) durchgeführt wurde. Zeiträume von bis zu 6 Jahren nach der Implantation wurden in der Studie berücksichtigt, die damit eine der ersten Langzeitstudien über die Wirksamkeit dieser speziellen Mittelohrimplantate ist.

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Bergbewohner sind anders: Zusammenhang zwischen Geländeform und menschlicher Persönlichkeit in internationaler Studie untersucht

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Ergebnisse aus 3 Mio. Datensätzen über den Zusammenhang zwischen bergiger Umgebung und Persönlichkeit jetzt in Nature Human Behaviour veröffentlicht. Karl Landsteiner Privatuniversität Krems & University of Cambridge initiierten Studie.

Krems, 09. September 2020 – Menschen in den Bergen sind weniger verträglich, eher introvertiert und weniger gewissenhaft – aber gleichzeitig emotional stabiler und offener für neue Erfahrungen wenngleich diese Effekte sehr klein waren aber stabil. Das zeigt eine internationale Studie, die über 3 Millionen Datensätzen aus den USA nutzte. Mit diesen gelang es, Persönlichkeitsmerkmale in den Zusammenhang zur Geländeform am Lebensmittelpunkt der beteiligten Personen zu stellen. Als wesentlicher Einflussfaktor wurde das soziokulturelle Umfeld der Bergregionen identifiziert. Die Karl Landsteiner Privatuniversität Krems gemeinsam mit der University of Cambridge initiierten diese Studie, an der Kollegen aus den USA und Australien beteiligt waren. Publiziert wurde diese nun in Nature Human Behaviour.

Krebs: Neuer Inhibitor zeigt Wirkung, wo andere versagen

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Gezielte Myelom-Behandlung bei austherapierten Patienten untersucht. Mediziner der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems beteiligt an internationaler Studie.

Krems, 3. Dezember 2019 – Ein spezieller Wirkstoff (Selinexor) bietet bei der Behandlung von austherapierten Myelom-Patientinnen und -Patienten eine neue Behandlungsmöglichkeit. Das ist das Ergebnis einer großen internationalen klinischen Studie unter Beteiligung der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Krems (KL Krems). Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im angesehenen New England Journal of Medicine veröffentlicht. Dank eines neuen Wirkmechanismus bietet das Medikament vor allem für jene – wachsende – Gruppe an Patientinnen und Patienten Hoffnung, deren Tumorzellen bereits gegen die drei gängigen Wirkstoffklassen von Therapeutika Resistenzen entwickelt haben und bei denen keine aktuell verfügbare Therapie mehr Verbesserung bringt.

EIN WEARABLE ZUM LACHEN: NEU ENTWICKELTES TOOL FÜR PSYCHOLOGIE-STUDIEN WIRD MIT „LACHEN“ GETESTET

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Wissenschafter der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems entwickeln innovatives Tool für Erhebung psychologischer Daten und testen es mit „Lachen im Alltag“.

Krems, 03. Juni 2019 – Software für ein innovatives Wearable, das die Datenerhebung bei psychologischen Studien optimieren kann, wird derzeit von Wissenschaftern der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems (KL Krems) entwickelt. Getestet werden wird das Gerät mit ca. 150 Probandinnen und Probanden in einer Studie zum „Lachen im Alltag“*. Der Vorteil des als Armband getragenen Wearables liegt in seiner raschen Verfügbarkeit zur Datenerfassung und in seiner einfachen Bedienung. Diese Vorteile kommen besonders bei psychologischen Studien zum Tragen, bei denen es um die Selbsterfassung von Alltagserfahrungen geht (Experience Sampling Method). Bei diesen dienen traditionell schriftliche Aufzeichnungen oder Smartphones zur Datenerhebung, was jedoch zu Verzerrungen der Ergebnisse führen kann.

*Hinweis: Falls Sie gerne an der Studie zum „Lachen im Alltag“ teilnehmen möchten und im Großraum Krems an der Donau wohnen, dann nehmen Sie bitte Kontakt auf: psychologie.forschung@kl.ac.at; https://lachenimalltag2019.weebly.com/

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Psychologische Interventionsstudie: Schon kurzfristiger Verzicht auf Social Media führt zu Entzugserscheinungen

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Wissenschafter der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems identifizieren suchtartiges Verhalten bei Verzicht auf Social Media-Nutzung

Krems, 14. November 2018 – Bereits ein siebentägiger Verzicht auf Social Media wie Facebook und Whatsapp reicht in vielen Fällen aus, Entzugserscheinungen zu erzeugen, wie sie auch Suchtmittel verursachen können. Dies ist das Ergebnis einer heute international veröffentlichten Studie österreichischer Wissenschafter. Tatsächlich konnten klassische Entzugserscheinungen wie ein deutlich gesteigertes Verlangen, Langeweile sowie ein Einfluss auf positive und negative Stimmungslagen identifiziert werden. Am überraschendsten war jedoch, dass es 90 von 152 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht einmal schafften, die sieben Tage Social Media-Abstinenz durchzuhalten ohne "rückfällig" zu werden.

EUROPA & USA: EINIGKEIT BEI DEFINITION & DIAGNOSE EINER SPEZIELLEN FORM DES BLUTHOCHDRUCKS

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Mediziner der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems trägt zu weltweitem Konsensus-Prozess bei

Krems, 6. November 2018 – Für die Definition und die Diagnose einer speziellen Form des Bluthochdrucks gelang vor kurzem eine transkontinentale Einigung. Bisher war es für die als Liegendhypertonie bei neurogener Hypotonie im Stehen bezeichnete Form des Bluthochdrucks schwierig, ein umfassend akzeptiertes Krankheitsbild zu beschreiben – und dementsprechend zu diagnostizieren. Dank eines jetzt veröffentlichten Konsensuspapers konnte Einigkeit zwischen zwei bedeutenden amerikanischen und europäischen Verbänden erzielt werden. Ein Mediziner der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems trug als Präsident des europäischen Verbandes dabei zur Entstehung des Konsenses bei.

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Wie haltbar ist Wasser? Der Biostabilität von Wasser mit modernster DNA-& Zellanalyse auf der Spur

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Karl Landsteiner Privatuniversität Krems startet Projekt zur Vermehrung wassereigener Mikroorganismen

Krems, 09.August 2018 – Um die Qualität von Grund- und Quellwasser besser zu verstehen, werden ab sofort modernste Methoden der Molekular- und Mikrobiologie sowie der chemischen Hochleistungsanalytik eingesetzt. Möglich wird dies dank eines jetzt gestarteten Projekts an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL Krems). Ziel des Projektes ist es, disziplinenübergreifend neue Technologien zur Bewertung der Vermehrung von wassereigenen Bakterien und deren biochemischer Prozesse einzusetzen. So wird es möglich werden, die Biostabilität von Wasser wesentlich genauer als bisher zu bestimmen und vorherzusagen – ein grundlegender Beitrag zur Wasserhygiene und Gesundheit. Das vom Land Niederösterreich geförderte Projekt baut dabei auf international beachtete Forschungsergebnisse des Interuniversitären Kooperationszentrums Wasser und Gesundheit (ICC Water & Health) und des Departments für Agrarbiotechnologie IFA-Tulln der Universität für Bodenkultur Wien auf, die es erlauben, Mikroorganismen und ihre Aktivitäten in Wasserproben genau zu charakterisieren.