Inklusion

Vielfalt, Miteinander und Siegeswillen - Fußball ist Integration, die Tore schießt

Kategorie der Pressemeldung: 
Mitteilung: 

Wie wird man ein Team, wenn jeder eine andere Sprache spricht? Was hilft einem aufzustehen, wenn das Schicksal einen niederschmettert? Am Sonntag, den 2. Juni 2019, berichtet der frühere Fußball-Profi Ivan Klasniċ im Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg über seine nationale wie internationale Kicker-Karriere und wie er sich trotz Nierentransplantation an der Spitze seines Sports behauptete. Zwischen 13 und 18 Uhr steht der Shopping-Sonntag in Norddeutschlands größtem Einkaufszentrum unter dem Motto „Integration und Inklusion“.

Ivan Klasniċ begann seine Fußballer-Laufbahn in Hamburg, spielte viele Jahre als Bundesliga-Profi in Deutschland, war sechs Jahre Nationalspieler für Kroatien und kickte professionell einige Jahre in Frankreich sowie England. Vor allem seine zahlreichen Tore für Werder Bremen machten ihn als Stürmer deutschlandweit bekannt und zum gefeierten Star-Spieler. 2004 wurde Ivan Klasniċ mit Werder Bremen Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger. Seine Karriere wurde jäh durch die Schock-Diagnose Niereninsuffizienz gestoppt. Zwei Nierentransplantationen folgten. Doch trotz der Schwere dieser Erkrankung kämpfte er sich erfolgreich auf den Fußballplatz zurück. 2007 ehrte ihn dafür die Fußballzeitschrift ‚Kicker‘ mit dem Titel „Mann des Jahres“. Ivan Klasniċ ist der einzige Sportler weltweit, der transplantiert in den aktiven Hochleistungssport zurückkehrte.

2schneidig wird Grundschulpate

Kategorie der Pressemeldung: 
Mitteilung: 

Tolles Engagement für Vielfalt und Respekt im täglichen Miteinander: Am Donnerstag, 7. Juni wurde der Einsatz der Grundschüler in Altenweddingen mit einer Auszeichnung belohnt. Im Rahmen eines Festaktes übergab Landeskoordinatorin Cornelia Habisch der Inklusiven Grundschule in Sachsen-Anhalt die Urkunde zum offiziellen Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Als Paten konnte die Schule neben Luisa Helwig auch Martin Rietsch alias Sänger und Rapper „2schneidig“ gewinnen. Der mehrfach für sein Engagement mit Sozial- und Integrationspreisen ausgezeichnete Künstler hat deutschlandweit bereits mehrere Schulpatenschaften übernommen und wird nun in Zukunft auch Kinder seiner neuen Patenschule im Landkreis Börde mit Rat und Tat im Engagement für ein respektvolles Miteinander unterstützen.

Noise Cancelling Experiment im Alstertal Einkaufszentrum

Kategorie der Pressemeldung: 
Mitteilung: 

Tanzen, ohne Musik zu hören? Einkaufen, ohne jemanden zu verstehen? Wie fühlt sich das an, wenn die Welt plötzlich still ist? Am Sonntag, den 3. Juni 2018, startet das Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg ein interaktives Noise Cancelling Experiment. Zwischen 13 und 18 Uhr können Besucher Alltagssituationen ohne Geräusche ausprobieren und ihre Erfahrungen mit dem Hashtag #aezshoppingexperiment teilen. Stargast ist die gehörlose Schauspielerin und Hip-Hop-Weltmeisterin Kassandra Wedel mit ihrer Nikita Dance Crew.

Die gebürtige Münchnerin Kassandra Wedel verlor im Alter von vier Jahren als Folge eines Autounfalls ihr Gehör. Doch auch ohne hörbare Musik – ihr reichen die Vibrationen der Musikinstrumente – machte sie eine steile Karriere als Tänzerin. Sie gewann einige Hip-Hop-Meisterschaften, wurde 2008 sogar Europameisterin und 2012 Hip-Hop-Weltmeisterin. Ganz selbstverständlich behauptet sie sich als Gehörlose zwischen Hörenden. Die breite Öffentlichkeit verblüffte Kassandra Wedel, als sie die ProSieben-TV-Sendung „Deutschland tanzt“ gewann. Scheinbar lässt sich Kassandra Wedel von keinem Hindernis aufhalten. Sie arbeitet als Schauspielerin am Theater, spielte bereits im „Tatort“ mit und ist als Choreografin sowie Tanzcoach tätig. Gemeinsam mit hörenden und gehörlosen Tänzerinnen gründete sie die Nikita Dance Crew.

SoVD Oldenburg für mehr Inklusion am Arbeitsplatz

Kategorie der Pressemeldung: 
Mitteilung: 

„Menschen mit Behinderung nicht im Job behindern!“

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2017 appelliert Dr. Jörg-Christian Hülper, Regionalleiter des SoVD, Kreisverband Oldenburg, die Inklusion im Arbeitsleben voranzubringen und mehr Menschen mit Handicap einzustellen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit waren im Kreis Oldenburg 2015 von 752 Soll-Arbeitsplätzen 315 unbesetzt, in der Stadt sind es von 2.398 noch 733. Die Quoten liegen bei 3 bzw. 4 Prozent, Sollquote: 5 Prozent.

„Auch in Oldenburg zeichnet sich der Trend ab, dass Menschen mit Behinderung nicht gleichermaßen wie andere von der guten Konjunktur des Arbeitsmarktes profitieren. Sie haben es zudem schwerer, im Fall der Arbeitslosigkeit einen neuen Job zu bekommen“, so Hülper. Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern müssen mindestens 5 Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigen. In der Stadt Oldenburg sind - bei 50.133 Arbeitsplätzen – von 2.398 gesetzlich vorgeschriebenen Soll-Pflichtarbeitsplätzen 733 unbesetzt. Die Ist- Quote der Beschäftigung lag bei öffentlichen Arbeitgebern bei 5,4, bei privaten bei 3,5 Prozent. Im Kreis sind von 752 Pflicht-Plätzen 315 vakant. Die Quote liegt im öffentlichen Sektor bei 4,5, die im privaten bei 2,8 Prozent, gesamt: 3 Prozent.

2schneidig gestaltet Schüler-Musikprojekt

Kategorie der Pressemeldung: 
Mitteilung: 

Eine ganz besondere Art der Nachwuchsförderung: Am Freitag war Martin Rietsch alias Sänger und Rapper 2schneidig zu Gast an einer Oberschule nahe Hamburg. Auf dem Stundenplan stand ein Musikprojekt mit Achtklässlern in Kooperation mit einigen Förderschülern. Die Jugendlichen waren begeistert von dem außergewöhnlichen Besuch an ihrer Schule, der ihnen nicht nur viel über Musik und Songwriting beibrachte, sondern auch so manche Lebens- und Sozialkompetenz.

Gespannt lauschten die Schüler den Erzählungen und Erläuterungen von 2schneidig, der durch seine authentische Persönlichkeit schnell Zugang zu den Projektteilnehmern fand. Eifrig setzten sie die Inputs des Künstlers um und begannen, eigene Ideen in Raps zu verfassen. Und das Ganze auch noch mit einer berührenden Botschaft: Es ging um gesellschaftliche Randerscheinungen und Inklusion.

2schneidig selbst engagiert sich bereits seit vielen Jahren gegen Diskriminierung, Vorurteile und Rassismus. Als Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters ist er in Deutschland groß geworden und hat bereits seit seiner Kindheit immer wieder Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus auf Grund seines Äußeren gemacht. Heute steht er als Vorbild vor Kindern und Jugendlichen und ermutigt sie zu Respekt, Reflexion und Zivilcourage.