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Ausbildung mit Alleinstellungsmerkmal

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Homberg/Efze. „Der Kampf um die Talente hat begonnen“, erklärt Rainer Kesper mit Blick auf den derzeitigen Ausbildungsmarkt. Die Ausbildungszahlen sind rückläufig, da sich immer mehr junge Menschen dazu entscheiden, weiterführende Schulen zu besuchen. Dabei seien gerade betriebliche Ausbildungen wirksame und dringend benötigte Mittel, um dem herrschenden Fachkräftemangel und dem demographischem Wandel entgegenzuwirken, verdeutlicht der Leiter des Geschäftsstellenverbundes Schwalm-Eder der Bundesagentur für Arbeit die Situation. Als „Königsweg“ sieht Kesper „Firmen mit Alleinstellungsmerkmalen“ in Sachen Ausbildungskonzept.

Eine solche Firma hat der Verbundsleiter nun für ihr „hervorragendes Engagement in der Ausbildung“ mit dem „Zertifikat für Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet: Der Homberger Kindermöbelproduzenten Ehring GmbH setzt schon seit Jahren verstärkt auf ein außergewöhnliches Ausbildungskonzept. In dem 1869 gegründeten Unternehmen gehen traditionelle Tischlerarbeit und moderne computer- und maschinengesteuerte CNC-Technik Hand in Hand. „Die Digitalisierung hat auch in unserer Branche Einzug gehalten. Danach richtet sich auch die Ausbildung in unserem Hause“, erklärt Ralf Ehring. Aus diesem Grund macht die traditionelle Tischlerarbeit gerade einmal 60% der Ausbildungsinhalte aus. „Die weiteren 40% sind etwas vollkommen anderes als das, was man in kleinen Tischlerbetrieben lernt“, so der Geschäftsführer des Homberger Markenunternehmens.

Absage des 2. Alfelder Weltkulturmarktes im Juli: keine Sonderausstellung „Sei eine Stimme“

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Sprichwörtlich ins Wasser gefallen: Aufgrund des außergewöhnlichen Hochwassers in der Leineregion haben die Veranstalter des 2. Alfelder Weltkulturmarktes heute kurzfristig das gesamte Veranstaltungswochenende abgesagt. Somit wird auch die Ausstellung „Sei eine Stimme“ am 29. und 30.07.2017 nicht gezeigt werden können. Die entsprechende prominente Talkrunde am Sonntag kann nun Rahmen leider ebenfalls nicht stattfinden.

Als „selbstverständlich nicht angemessen, auf dem Marktplatz zu feiern, während ringsherum in der Stadt und der Region so viele Menschen angesichts der katastrophalen Wassermengen um ihr Hab und Gut kämpfen“ begründen die Weltkulturmarktveranstalter ihre Entscheidung in der offiziellen Erklärung. Auch sei es Polizei und Feuerwehr, dem DRK, Rettungskräften und Freiwilligen aufgrund der aktuellen Belastung ihrer Einsatzkraft zugunsten der Hochwasserschadensbegrenzung nicht zumutbar, diese Wochenendveranstaltung zusätzlich mit ihrer Präsenz zu unterstützen.

Für das letzte Juliwochenende hatte der 2. Weltkulturmarkt mit zahlreichen Attraktionen in den historischen Stadtkern von Alfeld (Leine) geladen, wo sich vom 28. bis 30. Juli 2017 Kunst und Handwerk mit einem vielfältigen Rahmenprogramm präsentieren sollten. Als besonderes Highlight hatte der Weltkulturmarkt auch in diesem Jahr wieder die Foto-Wanderausstellung gegen Rechtsextremismus „Sei eine Stimme“ angekündigt.

Öffentliche Aufträge? Nein Danke!

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(Hamburg, 06. Juli 2017) Bau- und Handwerksbranchen setzten immer weniger auf Aufträge aus öffentlicher Hand. Insbesondere auf lokaler Ebene klaffen Kostenschätzungen und Angebote weit auseinander. Die Gründe hierfür sind vielfältig und die Fronten verhärten sich. Viele Unternehmen setzten ausschließlich auf den privaten Sektor, berichtet SUPPLY, das Magazin für Vergabe und Beschaffung, in seiner aktuellen Ausgabe (Ersterscheinungstag: 29.6.2017)

Die wirtschaftliche Situation der Bau- und Handwerksbranche blüht – der Titel des neuen Konjunkturberichts für das erste Quartal des Jahres 2017 unterstreicht dieses: „Die Stimmung im Handwerk erreicht Höchstwerte“. Grund sind hohe private und öffentliche Investitionen in Wohnungsbau und Sanierungsarbeiten. Allerdings: Problematiken ergeben sich auf Seite der öffentlichen Auftraggeber: Die Auslastung der handwerklichen Betriebe führt durch den wegfallenden Wettbewerb zu enormen Preissteigerungen, so dass etliche Vergabeverfahren aufgehoben werden – Beispiele hierfür gibt es viele:
Lenzkirch, ein Ferienort im Schwarzwald: Auf eine Ausschreibung für geplante Kanalsanierungsarbeiten mit einer Kapazität von 200.000 Euro ging gerade einmal ein Angebot ein, das bei Betrachtung der Einzelpositionen zwischen 200 und 600 Prozent höher über den kalkulierten Preisen lag. Folge: Ausschluss des Angebots und Aufhebung der Ausschreibung. Bundesweit kein Einzelfall.