EU-Kooperation

Kampf gegen Cyber-Hegemonie der USA erfordert engere EU-Kooperation

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Die jüngsten Enthüllungen rund um die Zusammenarbeit der US-amerikanischen und dänischen Geheimdienste beim Abhören internationaler Spitzenpolitker haben verdeutlicht, dass der Aufbau hegemonialer Machtstrukturen im Cyberspace schon längst in vollem Gange ist. Experten sind sich einig: Gewaltige Anstrengungen und enge Kooperation sind notwendig, will die globale Gemeinschaft sich gegen die Angriffe von Cybermächten wie den Vereinigten Staaten auf die Datensicherheit sowie gegen die zunehmende Monopolstellung amerikanischer Internetkonzerne langfristig behaupten.

Ende Mai waren brisante neue Details an die Öffentlichkeit gelangt, die deutlich machten, dass die Überwachungsaffäre rund um den US-Geheimdienst NSA nach den Enthüllungen Edward Snowdens im Jahr 2013 keineswegs ein Ende fand: Auch in den Folgejahren bespitzelte dessen ehemaliger Arbeitgeber hochrangige europäische Politiker und machte dabei auch keinen Halt vor den Staatsvertretern unmittelbarer Verbündeter. Bei ihren Spionageaktivitäten konnte die NSA von der Unterstützung des dänischen Auslands- und Militärgeheimdienstes FE (Forsvarets Efterretningstjeneste) profitieren, wie ein Recherchebündnis verschiedener europäischer Medien unlängst berichtete.