Dr. Claudia Wild

Schlaganfall-Rehabilitation: Technologische Unterstützung durch Roboter und funktionelle Elektrostimulation am Prüfstand

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Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) analysierte klinischen Nutzen neuer Methoden zur Ergänzung von Standardtherapien

Wien, 14. April 2021. Einige Roboter können bei der Rehabilitation von Schlaganfall-Patient*innen als Ergänzung einer Standardtherapie einen klinischen Zusatznutzen schaffen. Für eine andere Methode, die funktionelle elektrische Stimulation einzelner Muskeln oder Muskelgruppen, kann ein solcher Zusatznutzen nicht nachgewiesen werden. Das sind die Ergebnisse einer auf wissenschaftlicher Evidenz basierenden Studie, die das Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) gemeinsam mit einer deutschen Leitlinienarbeitsgruppe durchgeführt und nun veröffentlicht hat. Nach kritischer Analyse von über 53 Studien empfiehlt das AIHTA daher nun in jedem Fall eine gesundheitsökonomische Evaluation vor dem Einsatz dieser Therapieergänzungen.

Home-Treatment: Gute Erfolge bei psychiatrischen Erkrankungen von Kindern & Jugendlichen durch häusliche Behandlung

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Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) veröffentlicht Studie zu internationalen Erfahrungen und gibt Empfehlungen für Österreich

Wien, 19. Januar 2021. Die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in ihrem eigenen Zuhause (Home-Treatment) wird international erfolgreich eingesetzt und ließe sich – bei Berücksichtigung wichtiger Empfehlungen – auch in Österreich etablieren. Das sind die Kernaussagen einer aktuell veröffentlichten Studie des Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA). In dieser wurden 6 internationale Modelle für eine solche häusliche Therapieform aus 4 Ländern evaluiert und eindeutige Vorteile insbesondere im psychosozialen Bereich festgestellt. Für eine Implementierung einer solchen Behandlungsform in Österreich empfiehlt das AIHTA die Koordination mit bestehenden Therapieangeboten, die Qualifizierung notwendigen Personals sowie eine notwendige Ressourcenplanung.

COVID-19: Die Pharmabranche am Scheideweg

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Expert*innen sehen Chancen für einen Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen und veröffentlichen Buch. AIHTA beleuchtet Medikamentenforschung, -produktion und -preise.

Wien, 9. Juni 2020. 37 Expert*innen des österreichischen Gesundheitswesens denken bereits weiter als bis zur nächsten Infektionswelle. Sie sehen die während der Corona-Krise erlebten Grenzen des Gesundheitswesens und die Reaktionen von Seiten des Staates als Chance, schwelende Unzulänglichkeiten unseres Gesundheitssystems grundlegend zu verbessern. Dazu haben sie nun einen Sammelband veröffentlicht, der dieses Meinungsbild fundiert und in klarer Sprache darstellt. So wird nicht nur ein Umdenken bei der Angebotsplanung von Medikamenten und den Maßnahmen zur Prävention gefordert, sondern es werden gleichzeitig auch Chancen, Möglichkeiten und Lösungsansätze aufgezeigt. Der Beitrag des Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) beleuchtet dabei die Erforschung, die Produktion und die Preisgestaltung von Medikamenten und ruft zur Neuregulierung dieses von Kommerz befeuerten Bereichs auf.

Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitssystem: neues Institut für Health Technology Assessment in Wien.

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Evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen für das österreichische Gesundheitssystem zukünftig vom HTA Austria – Austrian Institute for Health Technology Assessment GmbH. Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment findet erfolgreiche eigenständige Fortsetzung.

Wien, 06. November 2019. Die vierzehnjährige Erfolgsgeschichte des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment (LBI-HTA) wird nun mit der Gründung des HTA Austria - Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) GmbH, fortgesetzt. Das bisherige Forschungsinstitut der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) wird dazu mit Wirkung ab 01. März 2020 als eigenständige Gesellschaft agieren. Als Geschäftsführerin der AIHTA GmbH wurde nach öffentlicher Ausschreibung Priv. Doz. Dr. phil. Claudia Wild, Gründerin und langjährige Leiterin des LBI-HTA, bestellt. Gesellschafter des AIHTA sind neben dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger (HVB) und die Gesundheitsfonds der österreichischen Bundesländer. Gemeinsam mit der LBG beschlossen diese, die wichtige und erfolgreiche Arbeit des LBI-HTA nach dessen maximaler Laufzeit fortzuführen. So kann das Forschungsinstitut auch zukünftig unabhängig Entscheidungsgrundlagen für Nachhaltigkeit und Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitssystem bereitstellen.