Cappuccino mit Kanalgeruch?

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Es wird wärmer. Man sitzt wieder im Straßencafé und es kann sein, dass aus dem naheliegenden Schachtdeckel der Kanalisation mitunter Düfte entweichen, die so gar nicht die feine Note des Cappuccinos zu unterstreichen vermögen.

Wasserwirtschaftler aus Werdau (Sachsen) können das Übel beseitigen. Sie haben die Effizienz einer bislang kaum bekannten und selten genutzten Methode zur Verhinderung von Geruchsbelästigungen aus Kanalisationen beträchtlich verbessert.

Die technische Lösung besteht in der Schaffung eines Unterdruckes in der Kanalatmosphäre. Dies führt dazu, dass in den geruchsintensiven Teilkanalisationen die Abluft nicht aus den Gullys oder Schachtdeckeln herausbläst, sondern an ausgewählten Stellen in obere Luftschichten geblasen wird.
Auf den Punkt gebracht ist das Prinzip genial, weil einfach. Es gilt die Erfahrung: "Dort wo es hineinzieht, kann es nicht herausstinken!"
Bei ihrer Lösung können die Werdauer auf einen in der Praxis gesammelten Erfahrungsschatz blicken, der in einem Zeitraum von über 10 Jahren gewonnen wurde - eine Grundlage der hohen Bemessungssicherheit des Verfahrens. Zudem verfügt das sächsische Institut für Wasserwirtschaft Halbach über umfangreiche Messgräte und großtechnische, z. T. selbst entworfene Messvorrichtungen, die es erlauben, den Effekt, die Anlagenbemessung und den Wirkungsbereich schon vor der Investition sicher zu ermitteln.
Die Erfahrungen aus Sachsen sind inzwischen bundesweit gefragt. So waren die Werdauer z. B. auch schon von der Stadtentwässerung Hannover mit großtechnischen Untersuchungen beauftragt.
Mittlerweile werden seit einigen Jahren in Chemnitz erfolgreich zwei derartige Abluftanlagen betrieben. Dabei gelang es, mit dem Einschalten der Anlagen die bekannten Geruchs-Hotspots sofort abzustellen.
Der Erfolg hatte auch hier viele Väter. Zum einen waren neben der Stadt Chemnitz an dem Verfahren interessierte Entwässerungsbetriebe, Kommunen und Abwasserzweckverbände (z. B. AZV "Aller-Ohre") insbesondere aus Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligt und zum anderen war dafür zu sorgen, dass die stinkige Kanalluft, die aus dem Untergrund abgesaugt wurde, nicht an "höherer" Stelle erneut zu Belästigungen führte. Diese Feinarbeit übernahm als letzten Schliff der ö.b.u.v. Sachverständige Herr Dr. Krauß aus Chemnitz.
Für das Jahr 2017 liegen schon Anfragen vor, so dass das Institut beabsichtigt, seinen Gerätepark zu erweitern.

Uwe Halbach

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